|
Walter Knolle - Arbeit mit Holz Achim Gründel (Oktober 2000) Neben der Radbrucher Post fällt eine große Holzskulptur ins Auge, die zwei alte Menschen darstellt. Holzfiguren findet man dort seit einigen Jahren. Von vielen im Dorf zunächst gar nicht wahrgenommen, hat sich in der Schäfer-Ast-Straße ein Holzbildhauer niedergelassen. Der heute 58jährige Lehrer Walter Knolle erwarb 1997 das Anwesen des ehemaligen Schulze´schen Hofes und richtete sich in der alten Scheune ein Atelier ein. Hier schnitzt er Skulpturen, fertigt Holzschnitte und malt. |
![]() |
Walter Knolle fühlte sich schon früh zur bildenden Kunst hingezogen, ein Kunststudium (neben dem der Biologie) war die Konsequenz. Seit 1970 ist er Lehrer in Hamburg. Sein Engagement für Schule und Umweltbewegung ließ ihm zunächst nur wenig Zeit, doch ab etwa 1987 bildete die Holzbildhauerei für ihn einen immer wichtigeren Lebensschwerpunkt. Es folgten Ausstellungen in ganz Deutschland, und an seinem 50sten Geburtstag entschloß er sich, seine ganze Freizeit der Kunst zu widmen. Er fand zu seiner eigenen Ausdrucksform beim Holzschnitt und in der Bildhauerei. Sein bevorzugtes Motiv ist der Mensch. Bei der Arbeit läßt er sich von seinem Werkstoff anregen; kürzlich erwarb er das Holz einer Pappel vom Hof Christoph Schulzes und schuf, dem natürlichen Wachstum des Baumes folgend, bereits einige Objekte daraus. Malereien und Grafiken aus der Hand Knolles sind gelegentlich bei Ausstellungen in Rathäusern und öffentlichen Gebäuden zu sehen. Die Gemeinde Radbruch hat kürzlich seinen Holzschnittzyklus "Zeitenwechsel" erworben. In diesem Jahr sind Ausstellungen in Otterndorf, in Offenbach/Main und in Augsburg Höhepunkte. Aktuell ist die Ausstellung im Hans-Hergot-Turm in Uelzen zu nennen; dort werden im Zusammenhang mit Amnesty International Holzschnitte zum Thema Tortura gezeigt. Seit drei Jahren beteiligt sich Walter Knolle auch am Projekt "Elbmarschkunst". Die Aktivitäten der letzten drei Jahre in Radbruch lassen erkennen, dass unser Dorf zum Wohnort eines weiteren engagiertem Kunstschaffenden geworden ist. |
|
|